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Das Alphorn – Was du schon immer über das schweizerische Nationalinstrument wissen wolltest

28. März 2018 / Zürich

Roland spielt leidenschaftlich gern das Alphorn. Wir haben ihn gefragt, wie er zu dem aussergewöhnlichen Hobby kam und was es alles beim spielen eines Alphorns zu beachten gilt.

Roland seit wann spielst du das Alphorn?

“Der Ex-Mann meiner ersten Frau hat eine eigene Werkstatt für das bauen von Alphörnern. Ich lernte ihn vor ca. 19 Jahren kennen und er spielte mir häufig in der Natur etwas vor. Da ich immer schon die Einsamkeit und Stille der Berge geliebt habe, hat mich sein Spiel dort in der Natur stets besonders berührt. So benötigte er auch keine grosse Überredungskunst, um mich zu motivieren es auch einmal auszuprobieren – obwohl ich das Noten lesen aus der Kindheit verlernt hatte – und damit hatte es mich «gabckt»! Anschliessend kaufte ich mir mein erstes Alphorn aus Tannenholz und meldete mich kurz darauf zu einem Alphornkurs in den Bergen an.”

Wie lange hast du gebraucht, um die ersten Töne spielen zu können?

“Die ersten Töne zu spielen erlernt man ziemlich schnell. Ob die dann auch schon schön klingen, ist eine andere Frage. Hier benötigt es schon intensives und vor allem regelmässiges üben. Ich habe täglich ca. 1 Stunde geübt und bin zusätzlich einmal in der Woche in einen der zahlreichen Schweizer Alphorn-Clubs gegangen. In meiner jetzigen Aktivität als Uber Partner-Fahrer ist es möglich meine Zeiten für die Proben frei einzuteilen, was mir grosse Freude bereitet. Selbstständig konnte ich mein erstes Lied nach ca. 3 Monaten spielen.”

Woher hast du dein Alphorn und wo wurde es hergestellt?

“Das ist eine besondere Geschichte: Ich war wieder einmal in den Bündner Bergen in der Einsamkeit unterwegs als plötzlich ein niedliches junges Mädchen (damals ca. 21 jahre) auftauchte. Sie fragte mich, ob sie mit mir zusammen das Alphorn spielen dürfte…. was wir dann auch taten. Es stellte sich heraus, dass sie gelernte Schreinerin ist und sich ihr eigenes Alphorn gebaut hatte. Sie verwendete das heimische Arvenholz, ein eher weiches Holz, welches dem Alphorn einen wunderbar weichen Ton verleiht und nebenbei auch noch sehr gut riecht. Noch am gleichen Tag bestellte ich bei ihr mein Alphorn aus Arvenholz und bin nun seit inzwischen ca. 10 jahren verliebt in dieses Instrument.”

Welche unterschiedlichen Arten von Alphörnern gibt es?

“Es gibt grundsätzlich 8 verschiedene Standardlängen von Alphörnern. Da ein Alphorn ein Naturinstrument ist, definiert die Länge auch den Grundton, bzw. die Stimmung. Es gibt Hörner in Längen zwischen 2,45 m und 4,05 m. In der Schweiz hat man sich auf die Länge 3,47 m festgelegt, was dem Grundton «fis» entspricht. Üblicherweise lässt sich das Alphorn zum leichteren Transport aus drei teilen zusammensetzen. Heutzutage werden auch Alphörner aus Kunstoff gebaut, die jedoch klanglich nicht an Holzhörner heranreichen.”

Wie verbindest du dein Hobby mit dem Fahren?

“Grundsätzlich spiele ich mein Alphorn am liebsten, wenn die Sonne scheint und ich am Morgen aufwache und weiss dass heute ein schöner Tag zum spielen ist. Dadurch, dass ich als Uber Partner-Fahrer mir meine Fahrzeiten selber auswählen kann, habe ich keinerlei Probleme mein Hobby mit dem Fahren zu kombinieren.”

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Welche Ratschläge kannst du Alphorn-Interessenten / Anfängern mitgeben?

“Wie gesagt, benötigt man auch für das Erlernen des Alphornspiels eine hohe Motivation, eine Faszination und Leidenschaft gepaart mit Fleiss. Empfehlenswert ist definitiv der Besuch eines Alphornkurses. Dort kann man herausfinden, ob Alphorn spielen zu einer neuen Leidenschaft werden kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass man dort zunächst auf Leihinstrumenten spielen darf, ohne sich gleich ein Alphorn kaufen zu müssen.”

Wo überall kann man das Alphorn spielen?

“Natürlich kann man das Alphorn nahezu überall spielen. Da man es trotz seiner Grösse (aufgeteilt in drei Teile) überall mitnehmen kann, empfiehlt sich vor allem das Spiel in der Natur also dort wo sich der Klang wirklich entfalten kann. Besonders schön klingt das Alphorn, wenn ein natürliches Echo entsteht, z.b. an einem Bergsee, vor einer Felswand, im Wald oder auch in einer Kirche. Aber warum nicht auch einmal ein Ständchen mitten in der Stadt, z.b. für meine Uber Fahrgäste?”

Was für Kosten muss man für ein Alphorn kalkulieren?

“Je nach Holzart, Machart und Qualität kostet ein Alphorn in der Schweiz zwischen 3.500.- Fr. und 4.300.- Fr. Zusätzlich empfiehlt sich ein gepolsterter Transportsack, der ca. 250.- Sfr. kostet.”

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