Die Anforderungen der Menschen an eine moderne Mobilität wandeln sich. Etablierte Mobilitätsanbieter wie ÖPNV und Taxiunternehmen aber auch große Autokonzerne und die Politik stellen sich sowohl auf die fortschreitende Digitalisierung als auch auf steigende Anforderungen zum Schutz der Umwelt und unserer städtischen Lebensräume ein. Neue Anbieter wie Car- oder Bikesharing-Unternehmen kommen auf den Markt. Derart fundamentale Umbrüche sind erklärungsbedürftig und verlaufen nicht immer spannungsfrei. In Bezug auf die von Uber vermittelten Mobilitätsdienste beobachten wir, dass Fehlinformationen zu unserem Geschäftsmodell das Verständnis für unsere Services und unsere Ziele erschweren. Wir halten es für wichtig, hier für Aufklärung zu sorgen und die hartnäckigsten Vorurteile auszuräumen.

 

Durch Uber vermittelte Fahrten sind voll versichert.

Uber arbeitet ausschließlich mit professionellen Fahrern zusammen, die für staatlich geprüfte Mietwagenunternehmen arbeiten. Jede Fahrt für den gewerblichen Personentransport ist versichert – für den Fahrer, den Fahrgast und Dritte. Das Mietwagenunternehmen muss bei der behördlichen Registrierung jedes Fahrzeuges jeweils nachweisen, dass eine solche Versicherung abgeschlossen wurde. Es handelt sich um genau die gleiche Versicherung, die auch Taxis haben.

 

Bei Uber fahren ausschließlich Fahrer mit Personenbeförderungsschein.

Für alle Fahrer der Taxi- oder Mietwagenpartner gilt: Jeder hat einen Personenbeförderungsschein und erfüllt damit die Voraussetzungen für den professionellen gewerblichen Personenverkehr. Dazu gehören unter anderem ein regelmäßiger Gesundheits-Check und ein polizeiliches Führungszeugnis ohne Vorstrafen. Der einzige Unterschied im Vergleich zu Taxi-Fahrern ist, das diese noch eine Ortskenntnisprüfung ablegen müssen. Inwiefern dies in Zeiten von Navigationsgeräten noch erforderlich ist, kann in Frage gestellt werden. Der Nachweis der Ortskenntnis ist aber zumindest für solche Mietwagenfahrten irrelevant, die unter Nutzung der der Uber-App gebucht werden, da die zur Verfügung gestellte Navigationssoftware Fahrer und Fahrgast stets zuverlässig zum Ziel navigiert – und das unter Berücksichtigung der aktuellen Verkehrslage.

 

Hohe Auslastung sorgt für günstigen Preis.

Uber ist zwar teurer als ein ÖPNV-Ticket, aber in der Regel etwas günstiger als ein Taxi. Grund dafür ist die bessere Auslastung der Fahrzeuge durch die effiziente Vermittlungstechnologie der App. So werden unseren Partnern deutlich mehr Fahrten vermittelt. Sie können günstigere Preisen je Fahrt anbieten und trotzdem wirtschaftlich arbeiten und sogar höhere Umsätze erzielen.

 

Höhere Preise an Silvester.

In Zeiten extrem hoher Nachfrage bei regulären Anlässen, wie z.B. an Silvester oder bei großen Events, stoßen alle Anbieter individueller Mobilität an ihre Grenzen. Uber möchte auch zu solchen Spitzenzeiten Menschen verlässlich von A nach B bringen. Um genügend Fahrzeuge bereitzustellen, kommt in diesen Fällen ein sogenannter dynamischer Preismechanismus zum Einsatz. Dieser sorgt dafür, dass mehr Fahrer und Fahrzeuge im Einsatz sind als bei normaler Nachfrage.

Steigende Preise zu Spitzenzeiten haben zwei Effekte: Zum einen gibt der höhere Preis mehr Partnern einen Anreiz, ihre Dienste anzubieten. Das Angebot steigt also. Zum anderen führt er dazu, dass Menschen, die nicht unbedingt sofort eine Fahrt brauchen, warten, bis der Preis wieder sinkt, was in der Regel schnell der Fall ist. Der Effekt ist, dass man, z.B. auch zur Stoßzeit in einer Silvesternacht zuverlässig ein Fahrzeuge bekommt. Zugleich verdienen die Fahrer fairerweise etwas mehr, wenn sie an solchen Tagen im Einsatz statt bei ihrer Familie sind. Auch Bahnunternehmen oder Fluglinien gestalten Preise ähnlich flexibel um die Auslastung zu steuern.

Wichtig zu wissen: Ein spezielles Uber-Team beobachtet kontinuierlich die Nachfrage. Bei unvorhergesehen Ereignissen, wie z.B. Naturkatastrophen oder Anschlägen wird der Mechanismus umgehend außer Kraft gesetzt.

Dem Kunden bietet die Uber-App darüber hinaus volle Preistransparenz: Sie zeigt den Fahrpreis bereits vor der Bestellung an. Dieser ändert sich auch während der Fahrt nicht mehr. So haben Nutzer bereits bei Antritt ihrer Fahrt Gewissheit darüber, wieviel sie am Ende zahlen – unabhängig davon, wie lange die Fahrt tatsächlich dauert, oder ob der Fahrer einen Umweg gefahren ist.

 

Die Fahrer sind abgesichert und können von ihrem Verdienst leben.

Bei den Services UberX und UberGreen arbeitet Uber in Deutschland ausschließlich mit lizenzierten und IHK-geprüften Mietwagen-Partnern zusammen. Deren Fahrer sind sozialversicherungspflichtig angestellt und verdienen in der Regel deutlich über dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn. Bei der Vermittlung an ein reguläres Taxi via UberTaxi gelten die Regeln und Tarife des Taxi-Gewerbes. Daneben gibt es ein paar wenige Mietwagen-Fahrer, die als selbständige, lizenzierte Einzelunternehmer unterwegs sind. Für solche Einzelunternehmer hat Uber gemeinsam mit der Axa europaweit ein privates Versicherungspaket entwickelt, das die Fahrer gegen Krankheitsausfälle und Unfälle versichert. Die Versicherung ist für die Partner kostenfrei, die Beiträge werden von Uber gezahlt. Die Lösung hat europaweit Modellcharakter für viele andere Branchen, in denen Menschen als Selbständige ihrem Lebensunterhalt verdienen.

 

Uber möchte gemeinsam mit dem ÖPNV Städte vom Verkehr entlasten.

In Städten mit gut ausgebautem ÖPNV sind die positiven Effekte von Uber am deutlichsten spürbar. Indem Uber den Menschen hilft, die sogenannte “erste/letzte Meile” bis zu ihrer Haustür auch zu sehr früher oder später Stunde zurückzulegen, sind sie eher gewillt, das eigene Auto stehenzulassen und für den Großteil der Strecke die Bahn zu wählen. Unabhängige Studien wie von der UNECE zeigen die Wirkung und das Potenzial solcher Angebote. Uber komplettiert den ÖPNV also in Randbezirken und Randzeiten, macht ihn dadurch attraktiver.

“Pooling”, also die gemeinsame Fahrt mehrerer Fahrgäste auf ähnlicher Route, könnte die Verkehrslage zusätzlich entlasten. In Deutschland ist diese Transportform zwar noch nicht zulässig, doch Städte wie London oder Paris zeigen, wie UberPool die Anzahl individueller Einzelfahrten effizient reduziert. In Berlin testet Uber darüber hinaus JUMP-Elektrofahrräder, die ideal für die “letzte Meile” von ÖPNV-Stationen bis zur Türschwelle sind und damit eine verkehrsentlastende Alternative zur innerstädtischen Autofahrt bieten, nicht nur zur Hauptverkehrszeit.

 

Uber will, dass das Taxigeschäft eine Zukunft hat und sieht Taxis als Partner im Mobilitätsmix.

Für Uber ist das Taxi ein wichtiger Bestandteil im Mobilitätsmix der Städte. Nur wenn die Alternativen zum eigenen Auto in ihrer Gesamtheit attraktiv genug sind, also der Mix aus ÖPNV, Taxi, Car- und Bike- und Ridesharing funktioniert, werden die Menschen das eigene Auto auch häufiger stehen lassen. Davon profitieren dann alle, auch Taxis. Stauzeiten und Luftverschmutzung sinken und die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis, Sharing-Diensten steigt.

Dass Uber und Taxis partnerschaftlich zusammenarbeiten können, zeigt das Beispiel Berlin. Dort arbeitet Uber seit fast vier Jahren mit 1.500 Taxis zusammen, die sich in Zeiten geringer Auslastung auf der App anmelden und vor allem von der Nachfrage der internationalen Uber-Community profitieren.

 

Taxis haben eine Bereitsstellungs- und Beförderungspflicht, Mietwagen-Partner von Uber nicht.

Es ist richtig, dass sich Taxiunternehmer an behördlich festgelegte Dienstpläne und Bereitstellungszeiten halten müssen und in diesem Rahmen Fahrzeuge vorhalten. Dabei geht es allerdings nicht per se um eine 24/7-Bereitschaft wie die Berliner Taxenordnung beispielhaft zeigt. Unternehmer sind dort zum Bereithalten jeder ihrer Taxis in mindestens 180 Schichten im Kalenderjahr für die Dauer von wenigstens 6 Stunden verpflichtet.

Mietwagen-Partner sind zwar nicht zur Bereitstellung gesetzlich verpflichtet, aber allein aus wirtschaftlichen Gründen ist es für die Unternehmer wichtig, idealerweise rund um die Uhr ihren Service anzubieten, um so eine maximale Auslastung ihrer Fahrzeuge zu erreichen. Dieser wirtschaftliche Aspekt gilt im Übrigen auch für das Taxi-Gewerbe.

Für Mietwagen-Unternehmen gibt es keine Beförderungspflicht, allerdings gibt es für sie auch keinen Grund, einen Kunden abzulehnen, denn jeder Fahrgast erhöht die Auslastung und bedeutet zusätzlichen Umsatz.