Tony West ist als Senior Vice President, Chief Legal Officer und Corporate Secretary bei Uber tätig. Er leitet ein globales Team mit mehr als 600 Mitarbeitern aus den Abteilungen Recht, Compliance und Ethik sowie Sicherheit.

Davor war Tony als Corporate Secretary und Executive Vice President of Public Policy and Government Affairs bei PepsiCo tätig, einem Fortune-50-Unternehmen mit einem Netto-Umsatz von mehr als 63 Milliarden US-Dollar und einem Produktportfolio, zu dem 22 Marken wie Gatorade, Tropicana und Frito-Lay gehören.

West verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im öffentlichen und privaten Sektor. Vor seiner Tätigkeit bei PepsiCo wurde West zweimal durch den Senat als hochrangiger Beamter im Kabinett Obama bestätigt. Von 2012 bis 2014 war er Associate Attorney General der USA. Er bekleidete die dritthöchste Position im US-Justizministerium. Dort leitete er mehrere Abteilungen des Ministeriums, darunter die für Bürgerrecht, Kartellrecht, Steuern, die Abteilung für Umwelt und natürliche Ressourcen sowie die Zivilkammer. In seinen Verantwortungsbereich fielen auch das Amt für Justizprogramme, das Amt für die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen sowie das Amt für gemeinschafliche Polizeiarbeit. Als Associate Attorney General leitete West die strafrechtliche Verfolgung mehrerer Finanzinstitutionen, die an der Finanzkrise von 2009 beteiligt waren, und trieb Geldbußen und Wiedergutmachungen für die geschädigten Amerikaner in Höhe von fast 37 Milliarden US-Dollar ein.

Von 2009 bis 2012 war West Assistant Attorney General der Abteilung für Bürgerrechte, der größten Prozessführungsabteilung im Justizministerium. Als Assistant Attorney General leitete West die Beurteilung der Verfassungsmäßigkeit des Defense of Marriage Act (DOMA) durch das Justizministerium. Er trat entschieden und erfolgreich dafür ein, dass das Ministerium von seiner langjährigen Verteidigung des Statuts abließ, da das Gesetz nicht verfassungsgemäß war.

Als West im Jahr 2014 aus dem Kabinett Obama ausschied, zeichnete Attorney General Eric Holder ihn mit dem Edmund-J.-Randolph-Preis aus, der höchsten Ehrung des Justizministeriums.

Zu Beginn seiner juristischen Karriere war West Assistant United States Attorney im Northern District of California, wo er zahlreiche Delikte auf bundesstaatlicher Ebene strafrechtlich verfolgte. Er arbeitete zudem als Special Assistant Attorney General im kalifornischen Justizministerium und war ein auf Rechtsstreit spezialisierter Partner in der Anwaltskanzlei Morrison & Foerster LLP in San Francisco.

West schloss sein Studium am Harvard College mit Auszeichnung ab und war dort als Herausgeber der Harvard Political Review tätig. Er machte seinen Abschluss in Rechtswissenschaften an der Stanford Law School, wo er das Amt des Präsidenten der Stanford Law Review innehatte.

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