Köln soll noch teurer werden: Einführung von Mindestpreisen für Mietwagen geplant – Uber appelliert an OB Burmester
- Vermittelte Fahrten werden im Durchschnitt mehr als 50 Prozent teurer
- Kölner Taxipreise werden dann die teuersten Deutschlands sein
- Mindestpreise gefährden Arbeitsplätze
Köln, 6. März 2026 – Die Stadt Köln plant die Einführung eines Mindestpreises für Mietwagen im Rahmen der Erhöhung des Kölner Taxitarifs. Eine Umsetzung des Mindestpreises würde erhebliche Auswirkungen auf Verbraucherinnen und Verbraucher und lokale Unternehmen haben: Die über die Uber-App vermittelten Fahrten würden im Durchschnitt um mehr 50 Prozent teurer, wodurch vor allem Menschen mit geringeren Einkommen von bezahlbarer Mobilität ausgeschlossen würden.
Köln zählt zu den teuersten Städten für Mobilität
Die Taxipreise in Köln wären nach der geplanten Erhöhung die teuersten Deutschlands und gehören damit zu den höchsten weltweit, teurer als in Metropolen wie New York City oder London. Im Vergleich zum Jahr 2011 würden die Taxipreise dann um mehr als 80 Prozent steigen.
Christoph Weigler, Deutschlandchef von Uber: „Wir sind überrascht, dass die Stadt Köln vor hat, den Mindestpreis für Mietwagen kurzfristig zu verabschieden. Köln ist schon heute eine teure Stadt. Die neuen Preise würden es für die Bürgerinnen und Bürger noch teurer machen, zum Arzt zu fahren oder von der Nachtschicht nach Hause zu kommen. Wir appellieren an Oberbürgermeister Burmester, die Mobilität in Köln nicht künstlich zu verteuern. Höhere Preise lösen keine Probleme.“
Analyse zeigt: Durchschnittsfahrt würde sich um rund 12 Euro verteuern
Sollten die Mindestpreise eingeführt werden, erwartet die Kölnerinnen und Kölner eine hohe Verteuerung der vermittelten Fahrten. Das zeigt eine Analyse der Fahrdaten von Uber. Die durchschnittliche Fahrt über die Uber-App ist rund 9 Kilometer lang. In Zukunft müssten Nutzerinnen und Nutzer für die gleiche Fahrt rund 12 Euro mehr zahlen als bisher. Schaut man sich außerdem beliebte Routen an, die nur mäßig an den ÖPNV angebunden sind, sieht man ebenfalls enorme Aufschläge, die die Mobilität für viele Kölnerinnen und Kölner unerschwinglich machen.
Aktuelle Studie: Bei Mindestpreisen wird wieder mehr mit privatem PKW gefahren
Die Einführung von Mindestpreisen für Mietwagen würde zudem ihr erklärtes Ziel verfehlen und die Taxibranche nicht stärken. Das zeigt eine aktuelle, repräsentative Umfrage von Civey* im Auftrag von Uber. Befragt wurden Menschen in sieben deutschen Großstädten, inklusive Köln. Demnach würden lediglich ein Prozent der Befragten häufiger Taxi fahren, wenn die Preise für Mobilitätsservice-Apps um 50 Prozent steigen würden. Statt zusätzliche Nachfrage für Taxis zu schaffen, hätten Mindestpreise vor allem einen gegenteiligen Effekt auf das Mobilitätsverhalten: Jeder Dritte (35 Prozent) der Befragten gibt an, bei steigenden Preisen für Mobilitätsservice-Apps wieder häufiger selbst mit dem Auto zu fahren.
Mindestpreise gefährden Arbeitsplätze
In Deutschland findet der Fahrtenvermittlungsservice von Uber in Kooperation mit lokalen Taxi- und Mietwagenunternehmen statt. Die Fahrerinnen und Fahrer sind bei den Unternehmen sozialversicherungspflichtig angestellt und verdienen mindestens den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn, in der Regel mehr.
Die Mindestpreise sollen zuvorderst Taxi schützen, aber sie verfehlen ihr Ziel. Durch die exorbitante Preissteigerung sinkt zum einen die Nachfrage nach Mietwagenfahrten signifikant und damit auch die Umsätze der lokalen Unternehmen, die heute ohne Mindestpreise profitabel arbeiten. Das zeigen auch Zahlen desInstitut der deutschen Wirtschaft (IW).
Weiterhin bestehen erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Einführung von Mindestpreisen. Der Europäische Gerichtshof stellte in einem Urteil fest, dass rein wirtschaftliche Motive der Taxiunternehmer und -unternehmerinnen keine zwingenden Gründe des Allgemeininteresses darstellen und eine Regelung, die Mietwagenunternehmer und -unternehmerinnen in ihrer Niederlassungs- und Berufsfreiheit beschränkt, daher nicht rechtfertigen können.
Weitere Informationen und Materialien:
- Bildmaterial (honorarfrei im Zusammenhang mit aktueller Berichterstattung zu Uber)
- Wie Uber in Deutschland funktioniert
Über Uber
Uber hat die Mission, durch Bewegung neue Möglichkeiten zu schaffen. Im Jahr 2010 begannen wir damit, ein einfaches Problem zu lösen: Wie erhält man auf Knopfdruck Zugang zu einer Fahrt? Mehr als 72 Milliarden Fahrten später entwickeln wir Produkte, die Menschen ihren Zielen näherbringen. Uber ist eine Plattform, die verändert, wie sich Menschen, Lebensmittel und Dinge durch Städte bewegen und dadurch die Welt für neue Möglichkeiten öffnet.
*Civey hat für Uber vom 12.12.2025 bis 05.01.2026 online 2.000 Personen in Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Düsseldorf und Essen ab 18 Jahren befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 4,2 bis 4,3 Prozentpunkten beim jeweiligen Gesamtergebnis. Weitere Informationen finden Sie hier.